schmerzerkennung

Wer von uns hat nicht schon selbst einmal Schmerzen erlebt – Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Zahnschmerzen….

Alle Säugetiere haben ein etwa gleichartig ausgeprägtes Schmerzbewusstsein. Und insofern haben auch Kühe und Kälber Schmerzen bei Klauenerkrankungen, bei Rindergrippe, bei Euterentzündungen und vielem mehr. Das Rind zeigt allerdings wenig von diesem Schmerz. Dies wird mit der Entstehungsgeschichte begründet. Es soll ein Schutzmechanismus sein, der vor Raubtieren schützt, damit das Rind bei Schmerzzuständen nicht als einfache Beute erkannt wird.

Die Raubtiere sind in unseren Laufställen nicht mehr vorhanden, aber die Schmerzäußerungen unserer Rinder sind immer noch unterschwellig, stoisch.

Als Tierhalter besteht neben einer moralischen auch eine gesetzliche Pflicht, Tiere in seiner Obhut nicht ohne einen vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen (Tierschutzgesetz). Darüber hinaus sind Rinder, die Schmerzen haben, weniger leistungsfähig als gesunde. Schmerzmanagement lohnt sich also auch aus ökonomischer Sicht. Akute Schmerzen können dazu führen, dass das Immunsystem geschwächt ist und die Tiere Begleiterkrankungen haben. Akute Schmerzen, die nicht behandelt werden, können chronisch und damit nicht mehr therapierbar werden.

Ein weiterer Grund für ein vernünftiges Schmerzmanagement ist ein zunehmend kritisches Verbraucherbewusstsein. Konsumenten lehnen Produkte aus Haltungssystemen ab, die bei Tieren Schmerzen und Leiden hervorrufen.

Gute Gründe also, Tiere auf Schmerzsignale hin zu beobachten und ein angemessenes Schmerzmanagement einzuleiten.

Mit der neuen Arbeitsanleitung "Schmerzmanagement" geben wir Ihnen ein wichtiges Werkzeug, Schmerzen bei der Kuh besser zu erkennen und zu bewerten. Das Scoringsystem ist auf den Sprachen Deutsch, Englisch, Polnisch, Rumänisch und Bulgarisch erhältlich!

Diese Arbeitsanleitung ist in Kooperation mit www.Milchpraxis.com entstanden

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